Mittwoch, 9. Januar 2008

EIN AUFFÄLLIGER ZAHNÄRZTLICHER UNTERSUCHUNGSBEFUND
Die Röntgenuntersuchung in der Gesamtaufnahme zeigt eine Auffälligkeit im Wurzelbett des unteren äusseren linken Schneidezahnes, die der Zahnarzt als "Zyste" diagnostiziert. Weiterhin wundert er sich, dass sein Vorgänger die übrigen Zähne einzeln überkront und nicht eine von der Statik bessere "Gesamtüberkronung" vorgenommen hat.
Die vermeintliche "Zyste" wird chirurgisch angegangen. Dabei kommt ein vermeintliches Zahnbruchstück zum Vorschein, das nur mit Mühe entfernt werden kann und das ich vor der Vernichtung sicherstelle. Das Zahnbett wird gesäubert und die blutdurchtränkte Masse geht leider durch den Ausguss der Spülung.
Der Zahnarzt wertet den entfernten Gegenstand als abgesplittertes Zahnteil, das sein Vorgänger wohl beim Ziehen des Zahnes übersehen hat.
Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang, das die angebliche "Zyste" keinerlei Beschwerden verursacht hatte und ich damit wahrscheinlich irgendwann beerdigt worden wäre.
Im Hinblick auf meinen Verdacht, habe ich mir dann dieses "Zahnbruchstück" mithilfe meines Macroobjektives ( Ca.8 -10fache Vergrösserung) des Fotoapperates ausgiebig und sehr genau angesehen.
Der Gegenstand misst im Durchmesser ca.2mm und ist etwa 10mm lang, konisch, leicht gebogen und läuft nach unten spitz zu, während das Oberteil an Volumen zunimmt.
Das Material ist beige-milchig-transparent und hat bei Tages- und Kunstlicht einen seidenmatten, glänzenden Effekt.
Auffällig ist, das an der Materialoberfläche des konischen Teils, rundum perlen-bzw. blasenförmige Erhebungen (Pickel), unregelmässig angeordnet, erkennbar sind, die möglicherweise das Entfernen aus dem Kiefer erschwert hatten.
Im konischen Teil, etwa mittig, ist eine etwas tiefere Eindruckspur des Zahnarztwerkzeuges zur Abformung gelangt. Weiterhin sind im oberen Teil Schürfspuren gleichartiger Zahnarztwerkzeuge und Materialabsplitterungen zu erkennen.
Das nach unten spitz zulaufende Teil zeigt keinerlei Bruchflächen bzw. Bruchkantenverläufe. Die relativ markante Eindruckspur des Zahnarztwerkzeuges lässt die Schlussfolgerung zu, dass es sich um ein zäh-elastisches Material handelt.
Auffällig sind an der auslaufenden Spitze zwei Ausgänge, die sich farblich als Punkte abheben und an der eine geknickte Faser, dünner als ein meschliches Haar, anhaftet. Weitere kürzere gleichartige Fasern haften seitlich im konischen Bereich.
Daraufhin schaue ich mir mit dem gleichen optischen Hilfsmitteln die Prothese der unteren Schneidezähne an. An der Metallklammer die am unteren Eckzahn (neben dem auffälligen gezogenen Zahn) befestigt wird, verläuft eine haarähnliche Faser in die Kunststoffgussmasse der Prothese. Die Faser wird durch eine weitere gleichartige Faser gekreuzt, so dass ein "Y-förmiger" Verlauf vorhanden ist.
Sollten dem Zahntechniker(in) bei der Anfertigung der Prothese gleich zwei Haare in die Form gefallen sein? Unwahrscheinlich. Es liegt doch eher der Verdacht nahe, dass das vorstehend beschriebene Teil und die Fasern in der Prothese ("Verkabelung"?) möglicherweise technisch korrespondierende Elemente sein könnten.
Mit diesen Feststellungen, die auch fotografisch dokumentierte, konfrontierte ich den jetzt behandelnden Zahnarzt, bekam jedoch keine schlüssige Erklärung. Da war von einem Weisheitszahn die Rede usw. Mir war klar, der Mann wich mir aus und riet mir auch von weiteren straf- bzw. zivilrechtlichen Massnahmen gegen den Verursacher ab.

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